grav zahl - schon/erst

Grav Zahl

Hallo Welt! Mein Name ist "schon/erst" und meine Namensgeber heißen grav zahl. Und bei aller Bescheidenheit muss ich doch sagen, dass ich großartig geworden bin. Vier Songs wurden mir auf den Körper nach Maß geschneidert. Damit bin ich recht glücklich. Manche nennen mich auch EP.

Entstanden bin ich im Februar 2016 im Osthafen Studio in Berlin und mit einem Mastering verfeinert wurde ich dann im Juli 2016 von der Tonmeisterei in Oldenburg. Mein Antlitz hat Shannon Alexander Murphy auf Papier gebracht. Es hat also eine kleine Weile und die Hilfe von einigen Leuten gebraucht, damit ich nun so wie ich bin vor Euch stehe und gehört werden will.

Es wird geschrien, manchmal auch erzählt, manchmal auf französisch, manchmal auf deutsch und einmal sogar auf portugiesisch. Würde ich in einer Schublade wohnen, würde diese Screamo heißen und im Hardcore-Schrank ein Schubfach sein.

Die Menschen, die mich im Innersten erschaffen haben heißen Konrad (drums), Smi (bass), Marcus (guitar/voice), Alex (guitar/voice). Ihre Ideen und Gedanken stecken in mir und sollen nun freigelassen werden.

Wie bei den ganzen anderen Kollegen gibt es auch mich bei bandcamp (for free):

Kepler - How To Disappear

Kepler

Zack! Da ist es. Ein wunderbares Debüt zum Abfeiern. Gerne werfen wir hier mit großen Worten um uns. Aber Kepler haben sie nun wirklich verdient. Vier spannungsgeladene Songs haben Sie für Ihr erstes Tape im Electric Mojoland Tonstudio aufgenommen. Mit heiserer Stimme schreien und singen Sie Ihre Lieder über Gemeinschaft, Entwurzelung, dem Verwurzeltsein, Trennung und der Flüchtigkeit des im Moment Verhaftetseins. Wie im Zwiegespräch wird zwischen Geschrei und Gesang hin und her gewechselt. Das alles zeigt eine Zerrissenheit und Hoffnung zugleich, die wahnsinnig gute Songs zum Ergebnis haben. Für mich fühlt sich das Tape wie eine Screamo-Frischzellenkur an.

Die Mülheimer werden in der nächsten Zukunft ein wenig auf Tour sein. Neben dem Tape wird noch in diesem Jahr eine 10" - Vinyl mithilfe von Miss the Stars Records veröffentlicht.

Yotsuya Kaidan – Tired Of Tomorrow’s You EP

Yotsuya Kaidan

Wow. Das ist ein Brett. Vier Songs und davon ist keiner langweilig. YOTSUYA KAIDAN aus Odessa, Ukraine spielen Post-Hardcore/Screamo-Violence. Die Texte sind voller Bitterkeit und werden wütend ins Mikro geblafft. Auf ukrainisch, versteht sich. Hinter den Gitarren sind sie zwar kaum zu verstehen, aber die Lyrics sind auf Bandcamp nachzulesen - zweisprachig (ukrainisch und in englischer Übersetzung). Vergleiche zu Bands wie Orchid oder June Paik sollen neugierig machen. Enttäuscht wird man nicht. Sehr auf den Punkt ist die Platte geraten, deren Entstehung sich als wenig zielstrebig liest. Fast zwei Jahre hat es gedauert.
Die Lieder für die EP wurden bereits zwischen 2014 und 2015 in einer verlassenen Schuhfabrik geschrieben und erblickten nun erst vor ein paar Wochen das Licht der Erde. 300 Exemplare als 7" Vinyl wurden gepresst. 

Diese sind erhältlich über die netten Leute von: Samegrey, Dingleberry, Zegema Beach Records, Rubaiyat Records, Lifeisafunnything, Upwind Productions, Unlock Yourself, TRVS Records and Winter Sea.

Tut Gutes und unterstützt die Labels, die Band und die Vinylkultur.

Drei Affen - Drei Affen

Drei Affen

Ein großartiges Debüt haben die DREI AFFEN aus Torrelavega (Spanien) hingelegt. Sechs Songs, die mal wieder sofort zünden. Berto, Eloy und Elsa haben eine bemerkenswertes Stück Screamo auf Platte gepresst. Sehr authentisch und dennoch auf individuelle Art und Weise berückende 21 Minuten heben die in Kooperation von 17 Labels (!) veröffentlichte Platte aus der Veröffentlichungsmasse hervor. Demnächst soll sie sogar auf Tape via Middleman Records in den USA erscheinen. Das Ding lohnt sich. Vor allem El comienzo del cambio hat es mir persönlich angetan. Das Stück ist ein bisschen langsamer als der Rest, gewinnt aber gerade deshalb zunehmend an Charme! Grandios. Absoluter Tipp!

Zegema Beach Records: Zampler #7 - MI Does the Dyin', Fleet Just Does the Flyin'

Einen sehr empfehlenswerten Zampler hat der Herr von Zegema Beach Records aus Kanada zusammengestellt. 24 Bands bilden eine gute Mischung zwischen Screamo, Post-Hardcore/-Metal und Emo-Violence. Es sind sogar acht bisher unveröffentlichte Songs darunter, wie z.B. die fantastischen The Rabbit Theory oder Via Fondo. Es sind aber auch alte Bekannte, wie Coma Regalia, Pastel oder Old Soul vertreten. Besonders ans herz seien Euch sowohl VI SOM ÄLSKADE VARANDRA SÅ MYCKET aus Schweden als auch They Sleep, We Live gelegt.

Hört einfach mal rein. Der Zampler ist recht abwechslungsreich und verdient ein bisschen Aufmerksamkeit.

Istmo - s/t

Istmo

Es beginnt gemächlich. Mit leisen Tönen wird der erste Track auf Istmo´s 12" aufgebaut. Eine langsame Steigerung setzt nach kurzer Zeit ein bevor das Schlagzeug schließlich eindrischt. Das Tempo wird wieder rausgenommen. Eine eher düstere Atmosphäre durchzieht den Song und wird die acht Minuten vorangetrieben.

Auf Seite B der Platte wird im Prinzip das gleiche Konzept von neuem aufgerollt. Ein ruhiges und melodiöses Intro wird von einem schweren Gitarrenmotiv durchbrochen. Doch dann. Ruhe. Eine halbakustisch klingende Gitarre bringt Abwechslung in den Song. Eine sehr schöne Passage, die sich zum Ende hin wieder steigert und entlädt.


Istmo sind Aldo, Andrea, Francesco und Andrea aus Bari, Italien. Sie spielen Post-Rock/HC. Ihre Platte ist auf 300 Stück limitiert.

Monte Ida - Corinth / Devotion

Monte Ida CorinthHeute mal was Besonderes für die Ohren? Dann sei Euch Monte Ida aus Rennes, Frankreich wärmstens empfohlen. Die drei Bandmitglieder Cedric, Quentin und Pierre-Marie haben soeben ihren zweiten Release auf digitalem Weg veröffentlicht. Es hört auf den Namen „Corinth“ und wird in Kürze auch als 12“ Vinyl erscheinen. Auf der Platte werden vier Songs zu hören sein, die ganz klar in der Screamo-Ecke zuhause sind und mit Verlaub fantastisch klingen. Zumindest ich bin maximal angetan und hab mir direkt auch ihre vorhergehenden Aufnahmen auf „Devotion“ angehört und wurde nochmals bestätigt. Auch hier wurde verzweifelter Screamo in harmonische Melodien gebettet.
Schön zu hören, dass auch aus Frankreich mal wieder was rüberschwappt über das es sich zu berichten lohnt.
Abgesehen davon finde ich das detailreiche Cover todschick!