Old Gray - An Autobiography

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"Another three-piece emo band that was born in southern New Hampshire and is now scattered throughout New England."

Mit diesen Worten stellen sich Old Gray auf ihrer Homepage vor. "Another..." sollte man hier allerdings nicht als irgend eine weitere Emo Band  verstehen. Denn was die "three dudes" auf ihrem neuen Album "An Autobiography" abliefern, sticht doch ganz eindeutig aus dem Emo-Genre-Einheitsbrei hervor.

Herzzerreißend und voller Erkenntnis, dass man in dieser Welt vielleicht niemals eine rettende Hand oder auch nur einen Fluchtmoment zu fassen bekommt, sind die Lyrics, die ich hier am liebsten komplett abdrucken würde.
Schon zu Beginn des ersten Songs "Wolves" wird von einem Vier-Mann-Chor die Verzweiflung ob der Perspektivlosigkeit der eigenen Zukunft besungen, als wäre es das Letzte, was noch zu sagen bleibt: "I’ve been digging a grave with the parts of my brain that still work. They’re burying me with my dead dreams, my dead dreams."

Immer wieder werden die Lieder von schönen Violin-Melodien begleitet, um im Anschluss direkt wieder von den Drums gebrochen und der Stimme von Cameron Boucher nach vorne getrieben zu werden. Dieses Wechselspiel zwischen laut und leise macht das Album so unvorhersehbar, so überraschend abwechslungsreich und, nicht zuletzt dem Songwriting zu verdanken, so verdammt authentisch.

Ich möchte diese Band jedem mit dem Hinweis, den Old Gray selbst auf ihrer Bandcamp-Seite zum letzten Song "My Life With You, My Life Without You" gibt, ans Herz legen: This one is up to the listener.

Das aktuelle Album und noch mehr kann man hier kostenlos downloaden.