Port In The Storm // Grav Zahl // Tribute To @ Rote Insel, Berlin, 12.02.2016

Grav ZahlDas erste Mal live auf der Bühne der Roten Insel: Port In The Storm präsentieren ihren schunkelig-rauhen Alternative-Rock und gelten als das neue große Ding aus Berlin. Außerdem kann man mit Grav Zahl eine Band erleben, die Post-Hardcore atmet und natürlich rausschreit. Zudem wird der Konzertabend noch von Tribute To abgerundet, die Bekanntes aus vergangenen Tagen neu interpretieren.

Merkt Euch also den Tag: Freitag, 12.02.2016 // die Uhrzeit: 21 Uhr // den Ort: Rote Insel, Berlin // das Essen: Steinofenpizza // das Plakat: Leuchtturm // die Bands: Port In The Storm, Grav Zahl, Tribute To.

 

 

 

 

 

 

Pere Ubu + Joeyfat: Tunbridge Wells, The Forum (14.11.2014)

Die Außenstelle von rauschemusik.de befindet sich momentan in England. Genauer gesagt berichten wir neuerdings aus der Nähe von Tunbridge Wells in der Grafschaft Kent. Auf einer kleinen Erhebung findet man ein kleines Häuschen, es könnte auch als Biergarten dienen. Allerdings kommen Menschen nicht nur hierher, um Bier zu trinken. Bevorzugt tun sie das beim Konzertbesuch. The Forum heißt die Lokalität und sie hat in der Vergangenheit eine gewisse Berühmtheit erlangt, da sie vom NME im Jahr 2012 den Titel des „Best Small Venue“ verliehen bekommen hat. Der NME ist ja immer mal für die ein oder andere seltsame Idee gut und verzapft nicht selten käseblatttaugliche Artikel. Hier hat er dennoch etwas Gutes erkannt. The Forum ist ein kleiner Schuppen, der 250 Leute fasst. In der Vergangenheit hat es vielen Bands als Sprungbrett gedient. So spielten hier Kapellen wie The Libertines, Mumford & Sons, Oasis, The White Stripes und viele andere, die damals noch ihre Ehrwürdigkeit erarbeiten mussten. Daher ist The Forum seit Jahren nun ein guter Ort für kleinere Bands, die neue Singles oder Alben promoten wollen.

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Chuck Ragan, Northcote: Leipzig, Conne Island (06.06.2014)

Zum vergangenen Freitagabend, 06.06. war in Leipzig mehr geboten als in jeder anderen Stadt Deutschlands! Wirklich? Mehr als in Berlin, Hamburg oder Köln? Definitiv! Das Wave-Gotik-Treffen ist in die 23. Runde gegangen. Überall trifft man auf die in schwarz gewandeten Goten und ist von der kreativen Kostümkunst beeindruckt. Im Stadtzentrum wird das Stadtfest mit diversen Coverbands gefeiert. Dort trifft man eher auf grölendes Proletentum.
So gegensätzlich beide Veranstaltungen auch sein mögen, so wenig haben sie mit dem Konzert, das wir heute Abend besuchen, gemeinsam.

Chuck Ragan, Ex-Sänger von Hot Water Music und Bandmate von Brian Fallon (The Gaslight Anthem) bei der "Revival Tour", hat vor kurzem seine sechste Soloplatte veröffentlicht. Heute wird er für einen Gig im Conne Island angekündigt. Vor dem Eingang tümmeln sich Skater-Kids und Alternative genauso wie in die Jahre gekommene Rockfans. Man sieht sogar den ein oder anderen Gothic, der sich wohl verlaufen haben muss oder für einen Abend Abstand von der Düstermusik nehmen will und dankbar für die Abwechslung ist.

Die Vorband Northcote schlägt genau in dieselbe Kerbe, die man auch später von Chuck Ragan erwartet. Mit sympathischen Ansagen kommuniziert deren Sänger humorvoll mit dem Publikum und verbreitet trotz der drückenden Hitze gute Laune. Die nach vorne gehenden Folkrocksongs sollten der Band später am Merch den ein oder anderen Euro einbringen. Die Kanadier sollte man auch weiterhin auf dem Zettel haben.

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The World is a beautiful place & I am no longer afraid to die + Empire! Empire! : Berlin, Cassiopeia (19.04.2014)

Eines vorweg: Ich habe selten eine so gelungene Zusammenstellung von Vorband und Hauptband gesehen, wie an diesem Abend – wenn diese Bezeichnung überhaupt zutreffend ist. Denn die eigentliche 2er-Kombo Empire! Empire! tritt meistens mit den Musikern der anwesenden Bands auf und macht so jedes Konzert zu einem einzigartigen Erlebnis. Mit der Unterstützung von The World is a beautiful place legte Empire! Empire! einen wahnsinnig schönen Auftritt hin. Für mich eine Neuentdeckung. Dabei ist diese Band mit vier EPs (unter anderem mit Into it. Over it. und Rika), zahlreichen Splits und einem Longplayer („What it takes to move forward“ 2009) seit Jahren ziemlich aktiv. Insgesamt einfach tolle Songs, die wie Ausschnitte eines Reisalbums wirken. Einfach toll! Am Merch erfuhr ich, dass  noch im Sommer ein neues Album herauskommen soll.

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Totem Skin: Leipzig, Zoro (20.11.2013)

Schummerig, düster und verwinkelt - Zoro!

Das soll nicht gruselig klingen, denn es ist gut so und soll auch so bleiben. Vor allem, wenn das so schön versteckte Konzert-Venue weiterhin solche Bands einlädt. Heute präsentiert die Swansea-Constellation-Reihe vier Bands in folgender Reihenfolge: Tengil, Totem Skin, Pilgrim und Windhand

Ich bin im Auftrag des Kollegen smi hier um Totem Skin zu sehen. Der Auftrag lautet: "Geh da hin, hab nen guten Abend und bring mir alle Platten und ein T-Shirt mit. In schwarz bitte!"
Dieser Bitte bin ich nun gerne nachgekommen und stehe zwischen ca. 300 Leuten, die sich über die Bands unterhalten, Bier trinken und ne gute Zeit haben.

Totem Skin sind extra von Dalarna (Schweden) nach Deutschland gereist um in der Stadt aufzutreten, in der Hardcore am lautesten schreit: Leipzig. 

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The National: Berlin, Max Schmeling Halle (04.11.2013)

Stimmen zum Konzert!

"Ehrlich gesagt, mehr am Wiedersehen alter Freunde, als an The National selbst interessiert, hielten sich meine musikalischen Erwartungen in Grenzen. Umso toller aber, dass mich die Stimme schon von der 1. Note an verzauberte. Schade, dass das auf dem Sofa nie ganz so klappt."

"Seien wir mal ehrlich! Gönnen wir doch großartigen Bands den Erfolg, aber für manche, viele, die meisten bieten sich Auftritte in kleineren Rahmen an, als „The National“ es uns verkauft haben. Trotz allem ein gelungener Abend, bei dem kein Auge trocken blieb, bei dem die Liedtexte mit geschlossenen Augen mitgemurmelt wurden und das Herz ein wenig litt."

"Einige unserer Wunschsongs haben sie gar nicht gespielt, doch das störte mich nicht. Den Großteil des Konzertes hatte ich die Augen zu, ich merkte nicht, wie sich das Publikum verhielt. Das passiert selten genug. Ich merkte auch zu spät, dass Matt Berninger durchs Publikum, plötzlich an uns vorbei lief. Wie im Rausch."

"Gefühlte Horden mehr Menschen als beim letzten Mal - die Bühne größer als beim letzten Mal - der Raum geschlossener als beim letzten Mal und so groß, dass die Menschen in ihm denken es wäre genug davon da, um reden zu dürfen, obwohl da einer singt. Und doch funktioniert es: Die Musik beginnt, die tiefe Stimme durchdringt dein Ohr, die wohlgesetzten Worte spinnen sich ein in deine Gedanken... Das leicht debile Lächeln meines Nachbarn macht deutlich, was ich selber nicht mehr im Stande bin zu fassen: man kommt sich selbst abhanden"

"Hoffentlich hab´ ich dem Sänger nicht zu oft auf die Schulter geklopft."

"Wir gemeinsam gegen all die sterilen Hallen dieser Welt, gegen zur Schau gestellte Konzert-Übersättigung und Montagabende auf der Couch: Umarmungen, heimliches Rauchen und zuviel Bier, schiefe Zeilen lautstark gen Deckenhalle, heimliche Tränen und einmal Matt persönlich auf die Schulter klopfen. Es war mir Fest!"

Editors: Leipzig, Haus Auensee (30.10.2013)

Live ist mehr Gitarre bei den Herausgebern aus England!

Das aktuelle Album der Editors ließ Schlimmes befürchten. Die Presseschelte, die ihnen wegen dem Schmalzlied "What Is The Thing Called Love" entgegenschlug, war berechtigt und man wusste nicht so recht was man mit "The Weight Of Love" anfangen sollte. Was macht man, wenn eine einst große Band ihr eigenes Schaffen in Frage stellt? Boykottiert man sie? Oder geht man trotzdem auf ein Konzert, in der Hoffnung, dass sie doch ein paar der alten Lieder spielen. Ich wurde zu Letzterem überredet. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht, denn ein kurzer Blick zurück auf die Setlist zerstreut jegliche Zweifel: "Smokers Outside The Hospital Doors", "You Don't Know Love", "Bones", "An End Has a Start", "Munich", "In This Light and on This Evening", "The Racing Rats", "Bricks and Mortar" und "Papillon" als finaler Abschluss.

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