Jahresrückblick 2013

 


 

Was war das nur für ein Jahr? Im Januar wusste ich noch nicht, ob rauschemusik.de wirklich das Licht der Welt erblicken würde. Geschweige denn, dass auch ein paar Leser die musikalischen Vorlieben unserer Autoren teilen und mitverfolgen würden. Um so erstaunlicher ist es nun, dass wir uns der Aufgabe stellen durften, einen würdigen ersten Jahresrückblick zu basteln. Das schien aufgrund des veröffentlichungsstarken Jahrgangs zwar fast unmöglich, aber dennoch haben wir uns bemüht einen adäquaten Querschnitt der besten Alben des Jahres zusammenzustellen. In 306 Tagen wurden nunmehr 193 Beiträge geschrieben, 9180 Tassen Kaffee getrunken, ca. 10 000 € für CDs und Platten ausgegeben, knapp mehr als 100 Konzerte besucht, Nickelback ca. 13 mal durch den Kakao gezogen und es wurde nur einmal Glühwein in den Redaktionsräumen zubereitet.

 

Wir wünschen allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Vorfreude auf das Musikjahr 2014.

 


Die besten Platten des Jahres


 

1. The National - Trouble Will Find Me

Alles festnageln zu wollen, ist natürlich grober Unfug. Dennoch war ich jahrelang bestens vorbereitet: Die beste Band der Welt? Radiohead! Mit Ausrufezeichen. Was hätte ich auch sonst sagen sollen? Immer wenn es wichtig wurde, waren Radiohead da. Und zwischendrin natürlich auch. Vieles hat sich inzwischen getan, alte Helden rückten in den Hintergrund, die Favoriten wechselten und beste Bands der Welt festlegen zu wollen, finde ich inzwischen auch mehr als blöde. Aber hey, seis drum, ist ja die Endabrechnung hier, das Jahr war musikalisch ein Kracher und The National, meine The National (ha!), sind verdammt nochmal die Nummer 1! Was habe ich geschmackssichere Kollegen, was haben The National da wieder rausgehauen! Was hätte ich nur die letzten 5-6 Jahre ohne diese Band gemacht? Als es furchtbar war, als ich jeden hätte umarmen können vor Glück? Zwischendurch? Richtig, wahrscheinlich das gleiche wie mit anderen Lieblingsbands, nur halt ohne diesen kleinen Tick mehr. Mehr von allem. Ihr wisst, was ich meine. Und weil heute eh alles egal ist: Die beste Band der Welt? The National! Mit Ausrufezeichen. Was sonst sollte ich jetzt auch sagen? (smi)

  

2. Nick Cave - Push The Sky Away

We No Who U R, Wide Lovely Eyes, Water’s Edge, Jubilee Street, Mermaids, We Real Cool, Finishing Jubilee Street, Higgs Boson Blues und Push The Sky Away. Neun Lieder, die Dich umhauen, die Dich zum zittern bringen, Deinen Atem gefrieren, Gänsehaut auf Deinen Körper zaubern, die Dich sprachlos machen, die Dich erschaudern lassen, die Dich in den Wahnsinn treiben. Mit Push the Sky Away hat Nick Cave seinen vorläufigen Zenit erreicht. Dieses Album wird auch in 20 Jahren in jedem gut geführten Plattenladensortiment zu finden sein. (Tom Wartet)

 

 

3. Touche Amore - Survived By ...

Irgendwann gründet man diese eine Band. Man gibt sich einen Namen, der auf vielen Gesichtern ein Funkeln auslösen wird, vielen aus der Seele spricht. There’s people that changed me. / There’s songs that saved me from all of this. / There’s days that defined me. Danke TA, für ein Album, das viele Worte verdient. Die besten habt ihr selbst gefunden. Fast 30 Minuten lang, Survived by a Love. (Florian Ruffing)

 

 

 

 

4. Casper - Hinterland

Irgendwie hat er es mir angetan, der Casper, mit seinem Album Hinterland. Wirkte im Vergleich dazu das 2011 erschienene Album XOXO doch noch wesentlich depressiver, hören wir auf der neuen Platte gesellschaftsfähigen Hip Hop. Trotz schwermütiger, aber saugeiler Texte, die nie ganz losgelöst von scheinbar autobiographischem Inhalt sind, kriegt er den Bogen zur Unbeschwertheit und verleitet zu rhythmischen Tanzeinlagen. Als absoluter Lieblingssong entpuppte sich ?Alles endet (aber nie die Musik)?, wenngleich das gesamte Album eine Runde Sache ist. Weiter so, Herr Casper. (Elli Krause)

 

 

 

5. Portugal. The Man - Evil Friends

Evil Friends ist vielleicht die Überraschung des Jahres. Eigentlich war man mit Portugal. The Man seit The Satanic Satanist durch. Irgendwie hatte man alles schon mal gehört. Doch dann kam die glorreiche Idee sich mit dem Produzenten Danger Mouse, der sich schon für erfolgreiche Projekte wie Gnarls Barkley oder Dangerdoom verantwortlich zeigte, zusammenzutun sowie aus dem jährlichen Veröffentlichungswahn auszusteigen. Zack, läuft der Laden wieder. Eine wunderbare Platte, die mit ihren Grooves und Mitsingrefrains in ihren Bann zu ziehen weiß. Pflichtkauf! (No P)

 

 

 

6. Jungbluth - Part Ache

Über die Qualität des Albums wurde von allen Seiten schon alles gesagt. Warum aber ist "Part Ache" 2013 meine unangefochtene Nummer 1 geworden? Wie konnte die Platte selbst "Götter" wie Queens of The Stone Age hinter sich lassen? Was Jungbluth auf LP und Live - ohne finanzkräftiges Label in ihrer Freizeit (!) - abliefern ist einfach grandios. Düsterer, sehr abwechslungsreicher, punkig angepisster und trotzdem melodischer Hardcore mit klugen Texten. Alles was Alpinist richtig machen, machen Jungbluth noch besser. Und sie verkörpern kompromisslos die Einstellung: DIY or Die! (Alexander)

 

 

 

 

7. Sigur Ros - Kveikur >>>

8. Deafheaven - Sunbather >>>

9. Queens Of The Stone Age - ... Like Cockwork 

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13. Comadre - Comadre

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